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Amnesty-Bericht: Neue Risiken für Europas Lieferketten durch Milizen im Kongo

Amnesty International wirft der Regierung der Demokratischen Republik Kongo vor, eine Miliz trotz schwerer Menschenrechtsverletzungen zu unterstützen. Der Bericht erhöht zugleich den Druck auf europäische Unternehmen, ihre Lieferketten für Konfliktrohstoffe genauer zu kontrollieren.



Kongo| Foto von Dieuvain Musaghi auf Unsplash
Kongo| Foto von Dieuvain Musaghi auf Unsplash

Ein neuer Bericht von Amnesty International (https://www.amnesty.org) wirft der Regierung der Demokratischen Republik Kongo vor, die Miliz CMC-FDP mit Geld und Waffen zu unterstützen.


Der Gruppe werden Tötungen, Folter, Plünderungen und sexuelle Gewalt gegen Zivilisten vorgeworfen.

Die Miliz gehört zur Wazalendo-Allianz und kämpft gemeinsam mit der kongolesischen Armee gegen die Rebellengruppe M23. Laut Amnesty erhielt sie dafür auch Munition und militärische Ausrüstung aus staatlichen Beständen.



Folgen für Unternehmen in Europa



Die Konfliktregion Nord-Kivu ist eine wichtige Quelle für Rohstoffe wie Gold, Zinn, Tantal, Wolfram und Kobalt. Diese werden unter anderem für Batterien, Elektronik und Autos benötigt und gelangen über internationale Lieferketten auch nach Europa.



Kritische Einordnung


Der Bericht zeigt das Dilemma der kongolesischen Regierung: Der Kampf gegen die M23 könnte durch lokale Milizen erleichtert werden. Werden dabei jedoch Gruppen unterstützt, denen Kriegsverbrechen vorgeworfen werden, verliert der Staat an Glaubwürdigkeit und gefährdet den Schutz der Zivilbevölkerung.

Für europäische Unternehmen wächst damit das Risiko. Staatliche Herkunftsnachweise allein reichen künftig möglicherweise nicht mehr aus. Zusätzliche unabhängige Prüfungen der Lieferketten werden immer wichtiger.


Für Unternehmen sind die Erkenntnisse deshalb relevant. Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), die EU-Konfliktmineralien-Verordnung und künftig die europäische Lieferkettenrichtlinie CSDDD verlangen eine sorgfältige Prüfung von Menschenrechtsrisiken.


Quellen & Links



 
 
 

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