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Klimaschäden in Billionenhöhe: Neue Studie rückt Verantwortung der USA in den Fokus

Stanford University. Foto von Yu Wang via Unsplash
Stanford University. Foto von Yu Wang via Unsplash

Eine aktuelle Studie im Fachmagazin "Nature" zeigt klar: Die Treibhausgas-Emissionen der Vereinigten Staaten haben seit 1990 weltweit enorme wirtschaftliche Schäden verursacht – rund 10 Billionen US-Dollar.


Damit stehen die USA historisch an der Spitze der Verursacher, noch vor China.


Auffällig ist: Etwa ein Viertel dieser Schäden trifft die USA selbst. Doch besonders stark leiden ärmere Länder, die nur wenig zur Klimakrise beigetragen haben. Laut der Forschungsgruppe um Marshall Burke von der Stanford University verlor Indien rund 500 Milliarden US-Dollar an Wirtschaftsleistung, Brasilien etwa 330 Milliarden.


Stanford University. Foto von Yu Wang via Unsplash
Stanford University. Foto von Yu Wang via Unsplash


Viertel der Schäden trifft die USA selbst


Der Grund: Schon kleine Temperaturanstiege bremsen das Wachstum. Hitze senkt die Produktivität, belastet die Gesundheit und verursacht langfristige Schäden. Burke beschreibt das als „Tod durch tausend Schnitte“ – viele kleine Effekte summieren sich über Jahrzehnte zu großen Verlusten.


Seit Jahren fordern Entwicklungsländer deshalb finanzielle Unterstützung. Doch die USA lehnen eine rechtliche Haftung bislang ab. Unter Präsident Donald Trump hat sich dieser Kurs weiter verschärft: Rückzug aus internationalen Klimafonds und mehr Fokus auf fossile Energien statt erneuerbare Lösungen.



"Klimaschutz wirtschaftlich sinnvoll"



Gleichzeitig weisen Ökonomen wie Gernot Wagner von der Columbia Business School darauf hin, dass Klimaschutz wirtschaftlich sinnvoll ist. Investitionen in Emissionsreduktion könnten sich schnell auszahlen.


Kritik gibt es dennoch: Frances Moore von der University of California betont, dass reine Geldwerte das tatsächliche Leid nicht vollständig abbilden. Für ärmere Menschen wiegt ein verlorener Dollar deutlich schwerer.



Quellen & Links


 
 
 

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