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WTF? Klimaschutz: US-Umweltbehörde weist Gefahr von Treibhausgasen zurück

Aktualisiert: vor 1 Tag

Ein Kommentar der Reporters For Future Redaktion

Reporters For Future Blog: US-Umweltbehörde weist Gefahr von Treibhausgasen zurück.  Foto_ Steven Abraham, Unsplash
Reporters For Future Blog: US-Umweltbehörde weist Gefahr von Treibhausgasen zurück. Foto_ Steven Abraham, Unsplash


Liebe Leute, es ist zum heulen! Die Amerikaner raffen es einfach nicht mit der Klilmakrise - und wir Europäer schauen in die Röhre … oder vielleicht auch nicht?


Denn: Entstehen aus der kontroversen US-Klima-Politik ggf. gute Chancen im Green Business voranzukommen?Was ist passiert? Die EPA (Environmental Protection Agency) hatte 2009 sechs Treibhausgase als Gefahr für die Gesundheit von Menschen eingestuft.


Und nun ist CO₂ plötzlich in den USA offiziell kein Schadstoff mehr.



Das bedeutet faktisch eine Abschaffung der bundesweiten Klimaregeln des Landes. Ideologische Hardliner ernten die Früchte ihrer jahrelangen Lobbyarbeit.


Die US-Umweltbehörde unter der Regierung von Präsident Donald Trump hat am Donnerstag eine der zentralen Grundlagen des US-Klimaschutzes gekippt: Die Behörde hat die »Gefährdungsfeststellung« (Endangerment Finding) aus dem Jahr 2009 zurückgenommen – jene unter Barack Obama verankerte Einschätzung, dass Treibhausgasemissionen die Gesundheit gefährden.



Diese gilt als juristisches Fundament für viele US-Regeln zur Begrenzung von CO₂-Emissionen, etwa für Benzin- und Dieselautos sowie für Gas- und Kohlekraftwerke.



Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sprach vor der Entscheidung von der »größten Deregulierungsmaßnahme in der amerikanischen Geschichte«.

Der Schritt ist weit mehr als Symbolpolitik.


Er schafft den bundesweiten Klimaschutz in den USA de facto ab. Wenn Treibhausgase nicht mehr als »schädlich« eingestuft sind, gibt es auch keinen Grund, ihren Ausstoß unter dem Clean Air Act zu regulieren.


Trump selbst begründet den Kurswechsel mit angeblich massiven wirtschaftlichen Schäden, unter anderem für Autohersteller. Der Verkehr ist der größte CO₂-Verursacher in den USA.



Anti-Klimaschutz-Lobbyisten kämpfen seit den Achtzigerjahren gegen Regeln, mit denen der Treibhausgasausstoß der USA begrenzt und fossile Energien durch klimafreundliche Lösungen ersetzt werden sollten.

Jetzt haben sie (vorerst) gewonnen.


Feldzug gegen den Klimaschutz – finanziert von den Ölkonzernen

Ein gutes Beispiel für jene, die auf diesen »Erfolg« hingearbeitet haben, ist der 72-jährige Ebell selbst.


Er leitet seit Jahrzehnten das Competitive Enterprise Institute (CEI). Bereits 2003 deckte der »Guardian« anhand einer E-Mail auf, dass das CEI gemeinsam mit der Regierung von George W. Bush versuchte, Berichte über den Klimawandel zu verharmlosen und unliebsame Leiter der US-Umweltbehörde EPA loszuwerden.


Dem CEI wird auch vorgeworfen, maßgeblich daran beteiligt gewesen zu sein, dass der republikanische Bush 2002 das erste Uno-Klimaabkommen, das Kyoto-Protokoll, nicht unterzeichnete. Beweise gibt es dafür nicht.


Doch das CEI schmückt sich gern damit. Für sein Anti-Klimaschutz-Lobbying bezog das CEI bis in die Nullerjahre großzügige Spenden vom Ölkonzern ExxonMobil.



Quellen & Links


 
 
 

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