top of page

Mehr Grün, weniger Autos, mehr Zukunft: Omas for Future lesen Kindern vor

vor 28 Minuten
2 Min. Lesezeit

Wie sieht eine Stadt aus, in der Kinder Platz haben und Menschen auch an heißen Tagen gut leben können? Mit ihrem Kinderbuch machen die Omas for Future eine lebenswerte Zukunft greifbar. Zum Bundesweiten Vorlesetag am 20. November wollen sie wieder Zehntausende Kinder erreichen – und zeigen: Veränderung beginnt auch mit einer guten Geschichte.


Mehr Bäume, lebendige Flüsse und Straßen, auf denen Menschen Vorrang haben: Eine bessere Zukunft lässt sich gestalten. Davon erzählt das Kinderbuch „Oma, erzähl mir von der Zukunft“, das Ehrenamtliche der Omas for Future geschrieben und illustriert haben.


Zum Bundesweiten Vorlesetag bringt die Bewegung diese Geschichten erneut in Grundschulen, Kindergärten und andere Einrichtungen für Kinder. Nach eigenen Angaben erreichten im vergangenen Jahr rund 1.500 Freiwillige mehr als 30.000 Kinder. Diesmal sollen es noch mehr werden.


Zukunft braucht Vorstellungskraft

Im Buch reisen ein Mädchen und seine Oma durch fünf europäische Städte. Sie entdecken Orte, an denen mehr Stadtgrün, renaturierte Gewässer und weniger Raum für private Autos das Leben verändern.


Die Geschichten machen anschaulich, was hinter oft abstrakten Debatten über Klimaschutz und Stadtentwicklung steckt: Schatten an heißen Tagen. Platz zum Spielen. Mehr Natur direkt vor der Haustür.


Beim Vorlesen entsteht daraus eine Frage, die weit über das Buch hinausreicht: Was davon wünschen wir uns für unseren eigenen Wohnort?

Wie viel solche Begegnungen auslösen können, berichtet die ehrenamtliche Vorleserin Heike Philip aus der Regionalgruppe Schwelm. Nach einer Lesung im vergangenen Jahr seien Kinder auf dem Schulhof auf sie zugekommen und hätten gefragt, wann die Omas wiederkämen. In diesem Jahr will sie erneut an der Schule vorlesen.


Geschichten sollen mehr Kinder erreichen

Erstmals stehen der Einstieg des Buches und das Paris-Kapitel auch auf Ukrainisch als kostenloses PDF bereit. Damit möchte die Bewegung mehr Kindern Zugang zu den Geschichten ermöglichen, deren Erstsprache nicht Deutsch ist.


Weitere Übersetzungen sind willkommen. Ehrenamtliche mit entsprechenden Sprachkenntnissen können dazu beitragen, dass noch mehr Kinder mit auf die Reise gehen.


750 kostenlose Bücher fürs Vorlesen


Mit finanzieller Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung konnten nach Angaben der Omas for Future in diesem Jahr 750 Bücher gedruckt werden. Sie werden kostenlos an freiwillige Vorleser für deren Veranstaltungen abgegeben.


Dazu gibt es pädagogisches Begleitmaterial für unterschiedliche Altersstufen. Es hilft, nach dem Vorlesen gemeinsam weiterzudenken: Was macht eine Stadt lebenswert? Was würden die Kinder verändern? Und welche Ideen könnten vor Ort Wirklichkeit werden?


So verbindet die Aktion Leseförderung mit einem Gespräch über die Zukunft – zwischen Generationen und mit Raum für die Perspektive der Kinder.

Jetzt mitmachen und Zukunft vorlesen


Wer selbst vorlesen möchte, bekommt Unterstützung bei der Vorbereitung. Kostenlose Online-Fragencafés finden an folgenden Terminen statt:

  • 10. November 2026, 13 Uhr

  • 11. November 2026, 16 Uhr

  • 12. November 2026, 16 Uhr

Informationen zur Teilnahme, eine Leseprobe und Materialien gibt es auf der Website der Omas for Future.

Kinder haben ein Recht auf eine lebenswerte Zukunft. Die Verantwortung dafür tragen Erwachsene. Ihnen zuzuhören, ihre Ideen ernst zu nehmen und gemeinsam Möglichkeiten zu entdecken, ist ein Anfang. Am 20. November kann dieser Anfang heißen: Buch auf, zusammenrücken, Zukunft vorlesen.

 
 
 

Kommentare


bottom of page